Verein BESSER SEHEN zieht erste Bilanz

Wien/Innsbruck/Graz - 14/11/2005
2.800 Behandlungen im Wert von 1,7 Mio. Euro für Bedürftige

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Mehr als 2.800 Patienten hat der gemeinnützige Verein BESSER SEHEN in den vergangenen fünf Jahren unterstützt, so wurden Augenbehandlungen im Wert von rund Eur 1,7 Mio. EUR ermöglicht. Das gab der Augenchirurg und Initiator des Vereins, Univ.-Prof. Dr. Mathias Zirm, bei der Eröffnung des neuen Augenzentrums Graz bekannt.

Der im Jahr 2001 gemeinsam mit dem Lionsclub Landeck Schorfenstein gegründete Verein unterstützt Menschen mit Augenproblemen sowohl in finanzieller als auch in ideeller Hinsicht. Mit der Hilfe von BESSER SEHEN haben weitaus mehr Personen - Kinder wie Erwachsene - die Chance, ihre Probleme gelöst zu bekommen. Rund 50 % (2005) der Menschen in Österreich leiden an Fehlsichtigkeit, von denen sich die meisten einer kostspieligen Behandlung unterziehen müssten. Da die Krankenkasse selten und auch nur anteilsmäßig für die Gesamtkosten einer Refraktiven Behandlung aufkommt, werden die zu Behandelnden selbst zur Kasse gebeten. Allerdings sind diese Kosten für manche unerschwinglich.

Ziel des Verein BESSER SEHEN ist daher, beide Seiten - also Patient und Arzt - zu unterstützen, wenn soziale Umstände eine Hilfe erfordern oder aussichtsreiche Projekte eine Förderung benötigen. Sozial schwächeren Patienten wird mit Rat und Tat zur Seite gestanden: Sei es im Umgang mit Versicherungen oder wenn es um ein Entgegenkommen seitens des behandelnden Arztes geht, oder Kostenübernahme von Hotelaufenthalt, Fahrtkosten, Medikamente usw. Dabei wendet die uneigennützige Gemeinschaft kein Geld auf. Die verschiedenen Augenfachärzte, die sich im Verein BESSER SEHEN zusammengeschlossen haben, verhelfen wenig betuchten Patienten zu einer adäquaten und professionellen privatärztlichen Leistung. Dabei reduzieren die Ärzte dementsprechend ihr Honorar. D.h. im Schnitt werden Untersuchungen im Wert von rund Eur 2.200 und Operationshonorare im Wert von ca. Eur 20.000 pro Monat nicht verrechnet. Univ.-Prof. Dr. Zirm über die ersten fünf Jahre des Vereins: "In Summe wurden seit 2001 über 2800 Patienten behandelt und operiert und ihnen mehr als Eur 1,7 Mio. an Operations- und Ordinationskosten nachgelassen."

In Verbindung mit der Inbetriebnahme des Augenzentrums Graz, bestehend aus dem Informationszentrum und der Ordination Prof. Zirm, werden die Aktivitäten des Vereins BESSER SEHEN auch auf die Steiermark ausgedehnt. Unter dem Projektnamen "Sentira" wird versucht, Menschen, die i.d.R. älter sind und an Grauem Star leiden, dennoch zu besonders kostengünstigen Bedingungen durch eine privatärztliche Leistung ohne lange Wartezeiten behandelt. Der Ansturm auf die ausgezeichneten augenärztlichen Versorgungszentren Österreichs ist so groß, dass in gewissen Regionen Österreichs Betroffene bis zu einem Jahr auf eine Operation warten müssen. In Österreich werden derzeit rund 70.000 Staroperationen jährlich durchgeführt. "Das reicht aber nicht aus, um die ständig älter werdende Bevölkerung zu versorgen", so der Augenfacharzt. "Der Verein

BESSER SEHEN, den Dr. Stephanie Staudt in Österreich vertritt, und die Zirm Privatklinik helfen, in berücksichtigungswürdigen Situationen eine auf privatärztliche Leistung durchgeführte Operation eines Grauen Stars mit einem geringen Selbstkostenanteil von Eur 650 pro Auge zu ermöglichen". Das Projekt ist nur dadurch finanzierbar, dass Operationsmaterialien kostengünstig zur Verfügung gestellt werden, ein Zuschuss der Krankenkassen von mind. Eur 360,- erfolgt und der Operateur nur ein geringes Operationshonorar verlangt. Dieses Modell will der Verein BESSER SEHEN allen Österreichern zugänglich machen.

"Wir helfen Menschen mit Augenproblemen quer durch alle Altersgruppen, betagten Menschen genauso wie Jugendlichen", so der renommierte Augenfacharzt Zirm weiter. "Besonders berührend war das Schicksal der kleinen Alina D., die unter angeborenem Grauen Star litt. Dieser wurde aber eher zufällig entdeckt, und zwar sogar von einem Jungen, der das Baby im Arm hielt. Es war mir daher ein besonderes Anliegen, das Mädchen zu behandeln. Im Jahr 1999 operierte ich das zwei Monate alte Baby. Die Operation stellte sich wegen der kleinen Augen als äußerst schwierig dar. Auch war es eine kostspielige Angelegenheit. Daher haben wir, mein Team und ich, uns bereit erklärt, mit Hilfe des Vereins BESSER SEHEN dem Mädchen zu helfen. Heute ist sie sechs Jahre alt und hat keinerlei Probleme mit den Augen mehr", informiert Zirm und freut sich sehr, dem Kind die Sehbehinderung genommen und eine unbeschwerte, komplikationsfreie Kindheit ermöglicht zu haben.

Leistungen und Möglichkeiten des Hilfsprojekts Der Verein bemüht sich bei allen Beteiligten um die Reduktion der Behandlungskosten. Auch vermittelt der Verein weltweit führende Experten für ein spezielles Augenproblem und für die ärztliche Nachbetreuung nach operativen Eingriffen. Ein weiteres Zuckerl: Der Geförderte erhält auch laufend aktuelle Informationen zum Stand der Forschung über sein besonderes Augenproblem.

Wie kann ich helfen bzw. wie kann mir geholfen werden? Nach einer Augenuntersuchung in einem der Augenzentren in Innsbruck, Graz und Wien kann ein formloser Antrag an den Vorstand des Vereins gestellt werden, um auf unkomplizierte, unbürokratische und uneigennützige Unterstützung hoffen zu können. Anhand objektiv nachvollziehbarer Kriterien wird die individuelle Bedürftigkeit überprüft und eine Empfehlung ausgesprochen.

Auch jeder interessierte Förderer und Wohltäter kann seinen individuellen Beitrag zu Forschung, Aufklärung und Behandlung auf dem Gebiet der Augenheilkunde leisten. Informationen dazu finden Sie unter Fördern.